Autoren:Alwin Hanzalik | Till Feierabend

Facharbeit: Fachpraxis Informationstechnik

Klasse: VFGT09-IT


Facharbeit: „Router-Management“

FritzBox Fon 7170

Erstellt von Alwin Hanzalik und Till Feierabend

Wlan Fon 7170
Bild-Quelle: http://beqiraj.net/pics/avm-products/AVM-FRITZ-Box-Fon-WLAN-7170.jpg

Vorwort



Durch die Aufgabe im 2. Schulhalbjahr 2010/11 „Router-Management“ mit dem Fritz!Box Modell „FritzBox Fon WLAN 7170“ haben wir es uns zur Aufgabe gemacht, eine Facharbeit darüber zu schreiben.

Darin wird beschrieben:

- wie wir vorgegangen sind

- an was wir uns gerichtet haben

- was wir verwendet haben

- an was wir gedacht haben

- woran wir anmerken möchten



Diese Facharbeit wurde von Till Feierabend und Alwin Hanzalik mit Sorgfalt bearbeitet. Der praktische Teil wurde, aufgrund technischer Probleme mit einem Laptop, seitens Alwin Hanzalik, fast vollständig mit dem Mac Book von Till Feierabend bewältigt. Informations- und theoretische Arbeit leistete stattdessen Alwin Hanzalik indessen. Somit war ein Ausgleich von der Aufgabenverteilung des Teams von 50:50 Einigung erzielt worden. War bei einem ein Problem, wurde dies mit Hilfe des anderen kompensiert.



Der bearbeitende Lehrer sei ebenso darauf hingewiesen, dass die vorliegende Arbeit mit Links unterlegt ist, die eine Internetverbindung benötigen. Ebenso wurde aufgrund rechtmäßiger Pflichten ein Haftungsausschluss erstellt, um somit garantieren zu können, dass das Team von keiner Seite bewusst das geistliche Eigentum gefährdet hat.





Die Facharbeit wurde mit LibreOffice 3.3 geschrieben. Kann jedoch mit OpenOffice oder Office geöffnet werden.


 Inhaltsverzeichnis

Seite

  1. Aufgabe

    1. Fritz!Box . . . . . . . . . 4

    2. Freetz . . . . . . . . . 4

    3. Erweiterungspakete . . . . . . 4

  2. Vorgang

    1. Virtuelles Linux . . . . . . . 5

    2. Freetz-Internetseite . . . . . . . 5

  3. Vorbereitung

    1. Erste Vorbereitung . . . . . . . 6

    2. Vorbereitungsvorgang . . . . . . 6

    3. Wichtiges für Anfänger!!! . . . . . . 6-7

    4. Mentale Vorbereitung . . . . . . 7

  4. Praktischer Teil

    1. Minimal-Image . . . . . . . . 8-9

    2. Erweitertes Images erstellen . . . . . 9

  5. Haftungsausschluss 10


 

Modifizierung einer AVM Fritz!Box mit Freetz

 1.Aufgabe:



Wir haben es uns zu Aufgabe gemacht eine Fritz!Box mit Freetz zu modifizieren um diese für unsere Ansprüche einzustellen.

Unsere Ansprüche sind solche, dass wir mit dem Router einen kleinen FTP-Server haben, bzw. Funktionen im Router besitzen, die es im Standard nicht gibt.

1.1. Fritz!Box

Die sogenannte Fritz!Box ist ein Router der Firma AVM und besonders für unsere Ansprü­che gedacht, da es Soft- und Hardwaretechnisch auf einem qualitativ hohen Zustand ist.

1.2 Freetz

Freetz“ ist ein Werkzeugkasten für Entwickler und versierte Anwender, um sich für diverse DSL / LAN / WLAN / VoIP-Router der Serien AVM Fritz!Box bzw. T-Com Speedport (bau­lich ähnlich) eine auf der Original-Firmware des Hersteller aufbauende, funktional modifi­zierte Firmware zu bauen und diese auf das Gerät zu transferieren. Es werden eine Viel­zahl von Erweiterungspaketen angeboten, aber auch die Möglichkeiten, nicht benötigte Funktionalität der Original-Firmware zu entfernen.“ - Freetz-FAQ

Grundsätzlich macht Freetz nichts anderes als die Firmware zu „öffnen“ um Erweiterungen auf Linux-Basis zu der Firmware der Fritz!Box hinzufügen.

1.3 Erweiterungspakete

Unsere ersten Überlegungen waren, einen kleinen FTP-Server via „vsftp“ auf die Fritz!Box zu installieren und dessen Auslastung, Netzwerkverkehr etc. nebenbei mit dem Paket „rrd­tool“ zu überwachen.


2. Vorgang

Da die Fritz!Box Firmware sowie das Tool Freetz auf Linux basiert, müssen wir zum instal­lieren dieser auf einem PC eine virtuelle Maschine, bzw. eine OS Version mit Linux instal­lieren. Danach werden wir über dieses virtuelle Linux mehrere Pakete, welche wir von der Freetz Homepage beziehen, auf der Fritz!Box installieren und konfigurieren, bis es unse­ren Vorstellungen entspricht.



2.1 Virtuelles Linux

Zur Simulation nutzen wir VMWare Fusion 3, bzw. Virtual Box, Programme um ein virtu­elles Betriebssystem zu emulieren.





2.2 Freetz-Internetseite

Auf der Seite www.freetz.org basierend haben wir die ersten Schritte 1 zu 1 durchgenom­men. Jeder dieser Schritte sollte genauestens gelesen werden, da nämlich der kleinste Fehler eine haarsträubende Arbeit zum korrigieren hervorruft. Leistet man jedoch den An­weisungen sorgfältig Folge, so sollte zu 100% garantiert sein, dass alles klappt.


3.Vorbereitung

3.1 Erste Vorbereitung

Aus Erfahrung sollten folgende Vorbereitungen getroffen werden:

Wie heißt mein Router, was für Eigenschaften hat er und sogenannte „what-if Pro­blems“

- Flashspeicher (4, 8 oder 16MB)? (kann hier nachgelesen werden)

- Arbeitsspeicher (16, 32 oder 64 MB)?

- Boxname (7141, 7270, etc.)?

- Alternativverbindungen (sollte man mit WLAN Mist gebaut haben, kann man über LAN noch seinen Router retten!)

- Absicherung der Firmware (Eine Sicherheitskopie der momentanen Einstellungen vom Router (Einstellungen → System → Einstellungen sichern )?

- Ich habe ein für mein Router zugeschnittenes Recovery Image im Notfall? (AVM FTP → Box → x_misc → z.B deutsch → …recoverimage…..exe (zum Ausführen wird Windows benötigt)

- Man weiß wie man die Fritz!Box recovered / zurücksetzt? Option 1: AVM Page oder Offline PDF

- Wird Freetz denn überhaupt von meiner aktuellen Firmware unterstützt?



Software

- Im Besitz einer OS von Linux?

- Andernfalls im Besitz einer Emulationssoftware wie „Virtual Box / VMWare“

- SSH Client PuTTY beschaffen (wird später für SSH-/telnet-Übertragungen notwendig)



3.2 Vorbereitungsvorgang

    1. Informationen über Router beschaffen

    2. Absicherungen (LAN-Kabel, Recovery Image, etc.)

    3. Eine Möglichkeit auf einer OS von Linux arbeiten zu können (OS oder per Emu­lationssoftware)



3.3 Wichtiges für Anfänger!!!

Ein Router ist im Normalfall eine Telefonanlage. Wenn man an der Original-Firmware vom Router „pfuschst“, kann es vorkommen das dadurch Hauptfunktionen des Router beein­trächtigt werden können. Nicht jede Funktion, die sich ach noch so cool anhört, ist gleich­bedeutend wichtig und sinnvoll. Was nützt zum Beispiel einem ein Router, der zur Mu­sikanlage umgewandelt wird (nach jedem Router-Start, bzw. im 5-Minuten Takt die Main Theme von Star Wars abspielen. Wenn man dabei nicht Verrückt wird, dann Respekt.)?

Solltest du die ersten Schritte 1zu1 erledigt haben, sollte dabei keine Gefahr bestehen. An­sonsten hast Du ja immer ein Möglichkeit zum Sicherungspunkt zurückkehren zu können.

Ebenso sollte für einen Anfänger die Finger davon gelassen werden, an irgendwel­che „Kernel“ zu pfuschen. Einmal falsch bedient, ist der Router eigentlich so gut wie kaputt, sollte man keine Möglichkeit haben, ihn zurücksetzen zu können. Also Finger weg! Man macht das, wenn man mehr Erfahrung in sowas hat.



3.4 Mentale Vorbereitung

Die Überschrift hierzu passt deswegen, weil es dringend notwendig ist, sich zu überlegen

Was will ich erreichen? Was ist sinnvoll von dem was ich draufpacken will, weil meine FritzBox etwas nicht kann? Wird das überhaupt von meiner FritzBox unter­stützt? Wenn ja, wie?

Hier eine Liste über mögliche Pakete

Hier eine Liste von Erweiterungen






4. Praktischer Teil

4.1 Minimal-Image



Als erstes in unserem praktischen Teil war es, sich ein Minimal-Image aufzubauen. Warum?

Um überhaupt erst einmal zu sehen was wie funktioniert und wie z.B. das Menü nach dem ersten Flash aussieht, empfiehlt es sich gerade für Neueinsteiger eine Minimalkonfigurati­on herzustellen und zu flashen. Beachtet hierbei das das Image unter einer OS-Versi­on unter Linux erfolgen muss!

Für irgendwelche PC-Einstellungen, sofern nötig, kann dies hier nachgelesen werden.



Durch die sorgfältige Vorbereitung fällt einem dadurch die Bearbeitung eines Minimal-Ima­ges deutlich einfacher. Sollte was schiefgehen, haben wir ja wie gesagt, ein Backup, bzw. eine Anleitung um dies möglichst auszumerzen. Wir wissen nun was es kann und können demnach nach unseren belieben damit modifizieren. Aber erst mal nur minimal, um zu sehen wie es funktioniert.



Nun denn. Jetzt starten wir unsere Emulationssoftware mit Ubuntu 10.10, öffnen das Ter­minal und geben Befehle wie


sudo apt-get update (die Paketlisten auf den neuesten Stand bringen)
sudo apt-get upgrade -d (die Updates herunterladen)
sudo apt-get upgrade -y (die Updates installieren)

ein. Nachdem wir die Pakete auf den emulierten OS-Versionen von Linux (Ubuntu 10.10) schauen wir mit dem Befehl ifconfig im Terminal nach, welche IP unsere OS-Version zu­gewiesen bekommen hat. Unter VirtualBox wird im Normal die IP in einem Infofenster in der Windows-Taskleiste angezeigt. Nach der Erkenntnis der IP Adresse starten wir unser Programm „PuTTy“ unter Windows (bzw. nicht-Linux).

Es sollte sich nun ein Fenster mit vielen Optionen aufpuppen. Auf der „Session“-Reiterleis­te geben wir dann rechts die ermittelte IP ein. Port ist geben wir, wie auf der freetz.org Sei­te mit 22 ein.

Jetzt müsste ein Konsolenfenster sich öffnen, dass unsere Zugangsdaten verlangt. Auch wenn man die Eingabe nicht sieht, wird dennoch der Wert eingelesen, wobei man jedoch auf Tippfehler acht geben sollte.

Unter dem Befehl

- svn-checkout http://svn.freetz.org/tags/freetz-1.1.4 freetz 1.1.4

wird der aktuelle stabile Freetz Source Code geladen.

Sollte dies getan sein, geben wir nun cd freetz-1.1.4 ein und wechseln ins freetz Verzeich­nis mit make menuconfig.

Dort wählen wir unsere Modell-Version von der FritzBox und beenden durch PFEIL-TASTE UNTEN wieder die Ansicht und geben make ein.



Nun erstellt unser Programm das Minimal-Image, welches je nach Leistung/ Verbindung verschieden lang dauert. Beim ersten mal werden alle Initialpakete runter geladen. Mehr­mals wurden Warnungen ausgesprochen, jedoch wird am Ende mit einer Nachricht bestä­tigt, dass ein Image erstellt wurde.

Ist dies geschehen, kopieren wir dieses Image nun auf die Windows-Plattform, bzw. Apple-Plattform. Danach greifen wir auf den Router zu und gehen in die Systemsteuerung, womit wir dann den Router mit diesem Image flashen.



4.2 Erweitertes Image erstellen

Nachdem wir unsere Vorbereitungen getroffen haben, erste Erfahrungen mit einen Mini­mal-Image gemacht haben, haben wir unsere Wünsche dementesprechend erweitert. Mit 2 Laptops (Mac Book und Windows XP) und mit den Simulationsprogrammen „Virtual Box und VMWare“ war dies nicht mehr so schwer. Im Grunde genommen wurde im Not­fall nochmal Schritt für Schritt alles durchgegangen, nur das man hierbei die zusätzlichen Pakete, die wir dazu packen wollten mit einbezogen haben.



Im Bereich menuconfig haben wir einfach die Pakete, die wir haben wollten, ausgewählt, nochmal das Modell der FritzBox ausgewählt und dann nochmal ein Image erstellt.

Nach gut zwei Stunden Wartezeit (Image wurde unter Apple erstellt, da mit dem Windows XP Laptop es mind. doppelt solange gedauert hätte!) war dann auch dieses Image er­stellt und standardmäßig über das Routerinterface ausgewählt um den Router anschlie­ßend da­mit zu flashen.

Haftungsausschluß

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10 Von 10 last edit: 08.06.11