Facharbeit Elektrotechnik
Funktionserweiterung der Fritzbox Modell 7270
1.
Aufgabenstellung
2. Vorbereitung
3. Modifikationen
4. Durchführung und Funktionstest
5. Fehlersuche
1. Aufgabenstellung:
Unsere
Aufgabe war es selbständig eine Fritzbox 7270 zu modifizieren, um
so erweiterte Funktionen abseits der Firmware zu integrieren.
Wir haben uns dazu entschieden den Schwerpunkt unseres Projekts auf
Verarbeitung von Medien zu legen.
2. Vorbereitung
Als
erstes war es nötig das Betriebssystem Ubuntu zu installieren, da
die Firmware der Fritzbox nur unter diesem System Modifikationen
zulässt. Da uns die Risiken von zwei parallel laufenden
Betriebssystemen nicht geheuer waren und wir unsere privat Notebooks
benutzen, mussten wir uns eine andere möglich zur Installation
eines zweiten Betriebssystems suchen. Nach kurzer Internet- und
Lektürenrechere sind wir auf das Tool Virtual Box gestoßen.
Mit diesem Programm ist es möglich ein Betriebssystem auf einem
schon laufenden Betriebssystem zu emulieren.

3. Modifikationen
Modifikation 1
Der erste Schritt unseres Modifikationsprojekts war es ein externes Speichermedium an
unsere Fritzbox zu schließen. Dies ermöglicht ein Abspeichern
von Filmen, MP3-Streams oder anderen Datein. Außerdem ist es
möglich, dass alle Benutzer des WLAN-Netzwerks auf diese Datein
zugreifen können, sofern sie das richtige Kennwort kennen.
Wie
für uns üblich ergaben sich mehrere Probleme bei der
Einrichtig der Festplatte. Zunächst war es nötig die
Festplatte, die wir uns von ihnen geliehen haben zu formatieren.
Für unsere weiteren Verwendungszwecke war es wichtig, das
vorhandene Dateisystem FAT32 in NTFS umzuwandeln, damit die
Kompatibilität zur Fritzbox gewährleistet ist. Desweiteren
ist es so möglich Datein, die größer als 2GB sind, auf
der Platte zu speichern.
Nun folgen diverse Konfigurationen, die wir anhand dieses Screenshoots zusammengefasst haben.

Zum Abschluss muss man ein
neues Netzlaufwerk zu den bestehenden Laufwerken hinzufügen, um
ein schnellen Zugriff mit dem Winows Explorer zu ermöglichen.

Modifikation 2
Der zweite Schritt unserer
Modifikation beinhaltet die Software Fritzload.
Diese ermöglicht den automatischen Up- und Download von
Sharehostern. Die Datein können nun problemlos auf ein gemountetes
Medium übertragen werden. Das Archiv der Software entpackten wir
auf unsere angeschlossene USB-Festplatte. Zu beachten ist, dass das
Verzeichnss der Software im Root der Festplatte sein muss. Nun ist es
erforderlich noch das Firmware-Update einzuspielen, um die
Installation
auszulösen.

Sobald dies geschehen ist muss noch dieser Link http://fritz.box:90/FritzLoad in die Adressleiste des Browser eingefügt werden, wodurch sich das FritzLoad Interface öffnet.

Nun kann man nach Herzenslust downloaden und spart dabei sogar noch
Strom ,da man seine Downloads über den Router managen kann und
nicht auf einen eingeschalteten PC angewiesen ist.
Modifikation 3
Unsere dritte und letzte Modifikation war das Konsolenwerkzeug
Streamripper, mit dem man Streams z.B. über LastFM oder SHOUTcast
aufnehmen und direkt als MP3 oder OGG auf einer Festplatte speichern
kann.

4. Durchführung und Funktionstest:
Alle Mods spielten wir mit dem Programm Freetz oder der Firmware-Update Funktion auf die FritzBox.
Zunächst mussten wir Freetz herunterladen. Mit diesem
Befehl im Ubuntu Terminal
wird
die vorhanden Firmware erweitert und mit einer individuellen
Zusammenstellung von Programmen ergänzt. Als nächstes ist es
notwendig im Terminal
einzugeben um in das Freetzverzeichnis zu gelangen.
ist als nächstes Auszuführen. Dieser Befehl öffnet das Freetz-Konfiguratiosmenü.

In
diesem Menü wählt man den Unterpunkt "Packages" und bekommt
eine Liste der Modifikationsmöglichkeiten angezeigt. Dabei
stellten wir fest, dass die von uns geplanten Modifikationen nicht zum
Standardumfang von Freetz gehörten. Wir mussten also eine
Möglichkeit finden unsere Modifikationen in das
Package-Verzeichnis zu integrieren. Also waren wir gezwungen die
Packages manuell zu kompilieren. Um Packages manuell in das Verzeichnis
zu integrieren, ist es nötig diesen Befehl
zu verwenden. Zusätzlich ist es
erforderlich in der Datei static.pkg, die im Addon-Verzeichnis des
Freetz Ordners zu finden ist, einige Änderungen vorzunehmen. Es ist
zwingend notwendig den Package-Namen und die korrekte Versionsnummer
einzufügen. Ist dies getan muss man Ubuntu neu booten und
erneut das Freetz-Konfigurationsmenü öffnen, wo man jetzt die
hinzugefügten Packages auswählen und kompilieren kann.
Nun waren unsere favorisierten Addons aufgespielt und wir konnten ihre Funktionen auf Herz und Nieren testen.
Beginnen wollten wir mit der Funktion des Addons Streamripper: Wir
suchten einen Online-Stream, der eine Audiospur enthält, welche
wir mitschnitten.

Aufgrund der im Stream enthaltenen Informationen hinterlegte
Streamripper das Lied unter richtigem Namen und Interpreten (Evol
Intent - Deathrow) auf unsere dafür angelegte Festplatte.
Nun möchten wir die Funktion des Addons Fritz!Load
überprüfen: Zu Testzwecken luden wir eine Folge der beliebten
Fernsehserie Stargate (Staffel 8 Folge 11 die den Titel Gemini
trägt) herunter. Fritz!Load führte diesen Vorgang automatisch
aus.

Positiv zu erwähnen ist, dass Fritz!Load eigenständig
arbeitet, selbst wenn man seinen PC lange Zeit ausschaltet wird der
Download nicht unterbrochen, sondern ordnungsgemäß zu Ende
geführt und sicher auf der Festplatte abgespeichert. Insbesondere
bei großen Downloads im Gigabyte Bereich spart dies sehr viel
Strom.
5. Fehlersuche:
Da die von uns verwendeten
Mods nicht zu den standardisierten Paketen von Freetz
gehören, mussten wir sie auf den Herstellerseiten herunterladen
und mit weiteren Terminal Befehlen in unsere Menüführung
integrieren. Dies entpuppte sich als ziemlich aufwendiges Verfahren.
Freetz hat eine recht benutzerunfreundliche Bedienung, sodass es
nötig war System-Datein umzuschreiben, nur um Pakete
hinzuzufügen. Das dauerte so lange, dass wir zwischenzeitlich
aufgeben und Standardpakete verwenden wollten. Schlussendlich
entschlossen wir uns an unserem Projekt festzuhalten und waren in der
Lage die Pakete
einzufügen und durch Änderungen funktionstüchtig zu
machen.
Außerdem stellte uns Ubuntu des öfteren ein Bein, da es sich
lediglich um eine emulierte Version handelte. Es traten öfters
Datenverluste auf die, die uns fast an den Anfang zurückwarfen.